Felder voller Gold

Felder voller Gold

Gold gab es nicht nur vor Jahrhunderten rund um Neualbenreuth im Gestein. Jetzt verwandeln sich die erntereifen Getreidefelder, wie hier bei Schachten, wieder zu „Felder voller Gold“. Jetzt verwandeln sich die erntereifen Getreidefelder, wie hier bei Schachten, wieder zu „Felder voller Gold“.

Der Hafer, der auf diesem Feld wächst, gehört zum Urgetreide und zur Gattung der Rispengräsern in der Familie der Süßgräser. Es ist die ursprünglichste Gräserart, die immer noch kultiviert und landwirtschaftlich genutzt wird. Wilde Hafersorten wurden bereits vor 32.000 Jahren zu Mehl verarbeitet. Das natürliche Verbreitungsgebiet ist der gesamte Mittelmeerraum in dem auch die etwa 25 verschiedenen Arten vorkommen. Mit speziellen Züchtungen begann man aber erst vor 3.000 Jahren.

Dass der widerstandsfähige Hafer im Gegensatz zu anderen Getreidearten der Gattung entsprechend Rispen statt Ähren bildet zeigt seine Alleinstellung innerhalb der Nutzgetreide. Er wird aktuell vorrangig als Tierfutter und als Nahrungsmittel in Form von Haferflocken verwendet. Er gilt als einer der gesündesten Getreidearten, ist nährstoffreicher und glutenarm aber reich an Vitaminen.

Vor einigen Jahren war der Hafer fast vollständig aus unserer Kulturlandschaft verschwunden. Erst in den letzten Jahre sieht man ihn wieder vermehrt auf den Felder. Im Mittelalter wurde sogar Bier aus Hafer gebraut.

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