Osterboten

Osterboten

Es wird langsam wieder wärmer in Wald und Flur. Die Weidenkätzchen sind zweifelsohne klassische Frühlingsboten … oder als „Palmkätzchen“ unsere „Osterboten“.

Die Salweide kann bis zu 60 Jahre alt werden und lässt sich fast im ganzen europäischen Raum und weit bis nach Asien hinein finden. Sie ist lichtliebend und gedeiht besonders gut auf nährstoffreichen Böden. Regional kommt Sie am häufigsten an Wald- und Wegrändern vor, die ihr beides bieten können.

In katholischen Gegenden gehören Sträuße aus Palmkätzchen zu Palmsonntags-Feiern traditionell dazu. Der biblischen Überlieferung nach verehrten die Menschen Jesus in Jerusalem mit Palmzweigen. In unseren Breitengraden werden Palmkätzchen anstelle richtiger Palmzweige verwendet, um die Osterzeit einzuläuten und an diese Huldigung zu erinnern, weil die Salweide so früh im Jahr austreibt und blüht.

Allerdings spielen Palmkätzchen auch eine wichtige Rolle für das aus dem Winterschlaf erwachende Ökosystem. Wer die Triebe am Wegesrand abschneidet, nimmt damit vielen Bienen, Hummeln und Schmetterlingen wichtige Nahrungsquellen.
Zusammen mit der Eiche ist die Salweide die bedeutendste Pflanze für die heimischen Schmetterlinge. Beinahe einhundert Arten ernähren sich von ihr. Von besonderer Bedeutung sind die noch nicht zu hoch gewachsenen Jungsträucher entlang von Waldrändern und Wegen, da die Schmetterlinge bevorzugt ihre Eier darauf ablegen.
Deshalb wurden die „Palmkätzchen“ unter Naturschutz gestellt. Wer trotzdem nicht auf Palmkätzchen verzichten möchte, kann sie in einer Gärtnerei kaufen oder selbst im Garten anpflanzen.

Der Name der Salweide leitet sich vom Althochdeutschen „salaha“ ab, was soviel wie „grau“ oder „dunkel“ bedeutet und auf die graue bis schwarzbraune Borke und Zweige zurückzuführen ist. Erst bei älteren Bäumen nehmen die Zweige eine rötliche oder schwärzliche Färbung an.

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