Netzsch-Kreuz

Netzsch-Kreuz
Michael Rückl, Mediendesign & Medientechnik

In der Nähe des Ortsteils „Hochofen“ bei Ernestgrün im Waldgebiet Schemper befindet sich auf einer kleinen Lichtung ein über 150 Jahre altes Marterl, das Netzschkreuz. Vom Wanderweg (blauer, horizontaler Balken auf weiß) zum Froschfelsen führt ein kleiner Steig dorthin.

In einem alten bayerisch-egerischen Grenzstein ist eine kleine Nische eingearbeitet, die, abgedeckt mit einem metallenen Türchen, ein Herz-Jesu-Bild beherbergt. Darüber eingemeißelt ist ein Kreuz, als Symbol für die Habsburger Monarchie (Reichskreuz, evtl. auch auf einen Egerer Orden verweisend oder ein stilisiertes, vierteiliges Kleeblatt) und obenauf steht ein gleiches schmiedeeisernes Kreuz.

An dieser Stelle verstarb um 1860 der stadtegrischen Revierförster Christoph Netzsch. Dieser hatte den Grenzverlauf zwischen Bayern und Böhmen gemäß des Wiener Vertrags mit festgelegt, der den jahrhundertelange Herrschaftswechsel der Neualbenreuther Frais (1591-1862) zwischen der Stadt Eger und des Klosters Waldsassen besiegelte.

Ein stiller Platz zum Innehalten inmitten alter Kultur- und Wirtschaftswälder.

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