Hubertus

Hubertus

Im Kiefernwald der großen Stollenhölzern liegt abseits der Wege eine Felsformation des Waldsassener Schiefergebirges mit dem gleichen geologischen Aufbau und der gleichen Historie wie der Ringelfelsen (Rinnlstein). Versteckt auf der Rückseite einer Erhöhung findet sich ein hölzernes Kreuz mit der Jahreszahl 1969, dem Namen Hubertus und zwei Monogrammen.

Der heilige Hubertus, ein fürsorglicher Wohltäter, wird immer mit der Jagd in Verbindung gebracht. Es handelte sich dabei um den Pfalzgrafen und späteren Bischof Hubertus von Lüttich (655 – 727). Die bekannte Legende des Hirsches mit einem Kruzifix zwischen den Geweihhälften gehörte ursprünglich zum heiligen Eustachius (+ um 118) und wurde erst im Mittelalter auf ihn übertragen, vermutlich weil er zu Beginn seiner apostolischen Tätigkeit als Einsiedler in den Wäldern der Ardennen lebte und dort zu dieser Zeit der heidnische Kult um Diana, die römische Schutzgöttin der Jagd, noch gepflegt wurde.
So hat er sich der heilige Hubertus gemeinhin zum Schutzpatron der Jagd entwickelt, obwohl er selbst wohl nie Jäger gewesen war. Sein Gedenktag war ursprünglich sein Todestag, der 30. Mai, der verbreitet gefeierte bekannte Hubertustag am 03. November ist ein nicht gebotener Gedenktag, der sich auf die Heiligsprechung im Jahr 743 bezieht.

So hat das Brauchtum und die Volksfrömmigkeit rund um einen der beliebtesten Heiligen auch diese idyllisch gelegene Hubertuskreuz in den großen Stollenhölzern hervorgebracht.

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