Douglasie

Douglasie

Es heißt man sähe den Wald vor lauter Bäumen nicht. Manchmal sieht man aber auch die Bäume vor lauter Wald nicht. Oder hat jemand schon einmal im heimischen Wald eine von den zu den Kieferngewächsen gehörende Douglasie entdeckt?

Der im westlichen Nordamerika beheimatete immergrüne Nadelbaum wird in Europa forstwirtschaftlich eingesetzt und auch in den Wäldern rund um Bad Neualbenreuth gibt es viele teils stattliche Exemplare. Hierzulande werden alte Bäume über 60 Meter hoch. Sie zählen weltweit zu den größten Bäumen und auch der höchste Baum Deutschlands ist eine Douglasie.

Mittlerweile wird diese Art als invasiver Neophyt eingestuft und befindet sich auf der schwarzen Liste, da ihr nachgesagt wird, dass sie einheimische Arten verdrängen würde. Andererseits ist die Douglasie resistenter gegen Trockenheit als beispielsweise die Fichte und ertragreicher, da sie schneller wächst. Sie liebt wintermildes Klima und die frischen Sämlinge sind frostempfindlich. Derzeit nimmt sie zwei Prozent der deutschen Waldfläche ein.

Auch als Christbaum findet die Douglasie wegen ihrer Haltbarkeit Verwendung. Da die Zweige aber zart sind, ist sie nicht für schweren Behang geeignet.

Am einfachsten findet man die Bäume mit dem Blick auf herabgefallene Zapfen gerichtet. Sie sind etwas kleiner als Fichtenzapfen, ähnlich weich wie die der Lärche und sind am Schuppenende dreizipfelig. Dann steht dort in der Nähe auch ein Baum mit grobstrukturierter, korkähnlichen Borke und relativ schlanker kegelförmigen Krone.

Den uns bekannten Namen hat der Baum übrigens vom Schottischen Botaniker David Douglas bekommen, der diesen als erster 1827 nach Europa gebracht hatte.

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