Leise …

Leise ...

Den Winter assoziieren wir mit Stille, Ruhe, gedämpften Geräuschen … es wird leise, wenn der Schnee kommt.

Tatsächlich handelt es sich hierbei nicht nur um eine fiktive Wahrnehmung oder ein stimmungsvolles Gefühl. Der Schnee absorbiert die Geräusche, statt sie zu reflektieren, er schluckt den Lärm und macht es messbar stiller. Der Schall der Geräuschquellen erreicht unsere Ohren nun nur noch auf dem direkten Weg.

Der Effekt der Dämpfung ist der vielen Luft zwischen den Schneekristallen zu verdanken. Ähnlich wie Schaumstoff oder Teppiche vergrößert Schnee die Kontaktfläche zu den Schallwellen. So gilt auch: je größer sie Schneeflocken, je lockerer die Schneedecke, desto höher der Effekt der Geräuschdämmung. Wenn es schneit, ist dementsprechend der Effekt noch einmal größer, als in einer verschneiten Umgebung.

Aber je länger der Schnee liegt und umso mehr er vereist umso stärker lässt diese Wirkung dann auch wieder nach. Bei komprimiertem, verfestigtem Schnee ist es im schlimmsten Fall fast wie ohne.

Aus dem gleiche Grund ist es im Wald stiller, als über den Feldern und bei stärker Vegetation ruhiger als in der Stadt. Auch hier ist dämmt die Luft dazwischen und die größere Oberfläche der Pflanzen im Gegensatz zu Ackerflächen oder Häuserzeilen.

Ein Grund mehr den Weg in die Stille der Natur zu suchen … immer … auch ohne Schnee …

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