Paulnigl-Marter

MRueckl | Ringelfelsen – Rinnlstein

Auf dem Weg von Bad Neualbenreuth über die Schönstattkapelle zum Grenzlandturm am Lerchenbühl findet man unter einem stattlichen Baum am Feldrain die Paulnigl-Marter, eines von unzähligen Flurdenkmälern rund um Bad Neualbenreuth. Sie trägt den Hausnamen des Besitzers.

Wie in vielen Fällen wird hier einem Ereignis aus der Familiengeschichte gedacht. Auf der Vorderseite kann man die mittlerweile stark verwitterte Inschrift kaum mehr erahnen:

Hier starb
am 21. 12. 1881
Marie  E.
MÜLLER
nach Geburt
eines Kindes
27 Jahre alt

Maria Elisabeth Müller, geborene Fischer war die Frau des Georg Müller vom Paulniglhof in der Turmstraße, der in Sichtweite liegt. Nur wenige Tage vor Weihnachten soll sie an dieser Stelle nachts gegen 2 Uhr tot aufgefunden worden sein. Sie wurde am Heiligen Abend mit großem Geleit der Bevölkerung zu Grabe getragen.
Die Marter wurde im Jahr 1980 durch die Besitzer erneuert, da der vermutlich bis dahin originale Granitsockel aus dem Jahr 1882 zerbrochen war.

So beschreibt fast jedes der unzähligen Flurdenkmäler seine eigene Geschichte, auch wenn sie manchmal aus dem Kleindenkmal heraus nicht direkt ersichtlich ist. Trotzdem lädt sie den Vorbeikommenden zu einem kurzen Innehalten ein in Dankbarkeit für die Gnade des Lebens und der Ehrfurcht vor dem Tod.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.