„Aurora Albenreuthis“

Aurora Albenreuthis
Michael Rückl, Mediendesign & Medientechnik

Vielleicht muss man den Namen Polarlicht überdenken. Ein für den Polarkreis bekanntes Phänomen, das bis zu 6° nördlicher Breite zu sehen ist, weitet sich scheinbar nach Süden aus. Mehrfach in den letzten Jahres war es auch möglich die Aurora boralis in unseren Breiten zu sehen. Natürlich gelingt das am Ringelfelsen (Rinnlstein) nicht, da die Bäume nur einen ziemlich geraden Blick nach oben zulassen. Dazu müssten wir uns wirklich in Nordpolnähe befinden. Aber dort, wo ein freier Blick Richtung Norden möglich ist, kann man dann sehen wie der Sonnenwind das Magnetfeld der Erde trifft.

Es ist die Stärke des Sonnenwindes, die es ermöglicht, diese spektakuläre Lichterscheinung auch in unseren Breiten wahrnehmen zu können. Ungefähr zwei Tage dauert es bis die Teilchen aus den Sonneneruptionen bei einer Geschwindigkeit von 1000 km/s die Erde erreichen. Hier treffen sie in der Atmosphäre auf Sauerstoff- und Stickstoffteilchen, die sich unter dem Einfluss der Auftretenden Elektronen mit der Abstrahlung eines meist roten oder grünen sowie blau bis violetten Lichtes darauf reagieren. Da grundsätzlich Magnetfeld und Atmosphäre dafür notwendig sind gibt es solche Lichterscheinungen auch auf anderen entsprechenden Planeten.

Oft ist die Aurora Borealis mit dem bloßen Auge bei uns nur schwer oder gar nicht wahrzunehmen, wie beispielsweise 2024. Aber es kann wie zwei Jahre später auch vorkommen, dass man fasziniert in den Nachthimmel blickt und die surreal wabernden Farben auch über Bad Neualbenreuth minutenlang beobachten kann – eine Aurora Neualbenreuthis – ein Wunder der Natur, wie es schöner kaum sein kann.

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