Waldwühlmaus

Michael Rückl, Mediendesign & Medientechnik

Waldmühlmäuse oder Rötelmäuse sind in unseren Wäldern gar nicht so selten. Aber sie sind flink und scheu. Um die kleinen putzigen Kerlchen zu beobachten muss man wissen, wo sie zu finden sind und warten. Wenn sie dann meinst zur Nahrungssuche aus ihrem Mauseloch herauskommen und man sich still verhält, hat man „Mäusekino“ pur.

Die Rötelmaus kommt in Europa und Nordasien vor und legt Baue mit den weitläufigen Gängen an, aber auch oberirdische Nester in Baumstümpfen oder Totholz. Jetzt, zum Sommer hin, kann man sie auch nahe des Ringelfelsens (Rinnlstein) besonders gut beobachten, da sie sich wegen der Aufzucht und Nahrungsbeschaffung für den Nachwuchs öfter an das Licht wagen und etwas unvorsichtiger sind. Drei bis vier Jungtiere finden sich durchschnittlich in einem Wurf. Da die Tiere meist nur ein bis zwei Jahre alt werden, sind die früh im Jahren geborenen meist einjährig, die später geborenen müssen den Winter überdauern und sorgen für eine neue Population im Folgejahr. Zur Geburten- und Bestandsregulierung kommt bei den  Waldwühlmäusen auch Infantismus und Kanibalismus zum Einsatz um das Überleben der Art zu sichern.

Seit fast 3 Millionen Jahren sind Rötelmäuse schon auf der Erde nachgewissen und so dienen Funde aufgrund ihrer Liebe zum Wald als Indikatoren früherer Wälder.

Das Mäuschen im Bild hat seine Heimat in einem Waldmeister-Mischwald gefunden um seine Jungen aufzuziehen.

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