Hartnäckig

Hartnäckig

Rund um den Ringelfelsen (Rinnlstein) stehen mehrere Rotbuchen in verschiedenen Größen und Alter. Dabei fällt die kleinste der Artgenossen vor allem im Winter auf, weil sie hartnäckig an ihren alten braunen Blättern festhält. Meist fallen diese erst im Frühjahr ab, wenn die neuen Knospen austreiben. Dafür geschieht dies auch etwas später und das zarte Grün ist das letztes ringsum.

Der Blattfall wird bei Bäumen und Sträuchern durch ein Trenngewebe am Ansatz des Blattstiels verursacht, das anfängt, sich zu teilen. Die Wände zwischen den Zellen bleiben dünn und zerreißen leicht. Durch den Blattstiel laufen aber auch die Wasserleitelemente, deren Zellen im funktionierenden Blatt bereits tot sind. Aneinandergereiht bilden sie eine Art Wasserrohr. Wenn man einmal versucht, einen Blattstiel zu zerreißen, hat man Fasern in der Hand. Das sind eben diese Wasserleitungsbahnen.
Da tote Zellen sich nicht mehr teilen, kann dieser Wasserleitungsstrang durch das für den Blattfall zuständige Gewebe nicht getrennt werden. Bei vielen Arten erfolgt der Wassertransport deswegen an der Basis des Blattstiels durch wenige lebende Zellen. Auch können der Querschnitt der toten Wasserleitungszellen reduziert oder die Leitungsbahnen alle nebeneinander angesetzt sein.
Ist keine der Bruchstellen in den Leitsträngen eingebaut, brechen die toten Blätter erst viel später ab, wenn die Verrottungsprozesse begonnen haben oder die Leitstränge durch beginnendes Dickenwachstum des Astes beim Neuaustrieb im Frühjahr abgerissen werden.
Und genau das ist bei der kleinen Rotbuche und ihren Artgenossen aber auch bei der Eiche und der zu den Birkengewächsen gehörenden Weißbuche der Fall.

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