Winter-Wasser

Michael Rückl, Mediendesign & Medientechnik

Die Lebensader Muglbach in Bad Neualbenreuth entfaltet im Winter eine besondere Kraft. Nicht nur, dass wie beispielsweise am Muglbach-Wasserfall das gefrierende Spritzwasser und die entstehenden Eiszapfen einen großen Reiz ausüben, die Mühlenbesitzer wussten in der Vergangenheit eine Eigenschaft des kalten Wassers durchaus zu schätzen.

Im Winter oder bei ausreichender Kühle war in gewisser Weise Hochsaison für die Müller. Wasser hat bei vier grad Celsius die höchste Dichte und ist somit am schwersten. Damit ist der Druck des Wassers auf das Mühlrad auch am höchsten. Und: solange es in Bewegung bleibt, gefriert es nicht.

Kommt es hingegen zu lang anhaltendem Frost, wird der Betrieb zunehmend schwieriger. Desto mehr Wasser als Eis gebunden ist, desto weniger fließt es und desto schneller gefriert auch das immer weniger verbleibende.

Das Wasser richtig zu beherrschen und den Wasserfluss mit wasserspeichernden Mühlteichen richtig zu steuern war sicher eine der größten Herausforderungen des uralten Berufes des Müllers.

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