Schneewald

Schneewald
Michael Rückl, Mediendesign & Medientechnik

Am Anfang ist das Wasser … kleine Tröpfchen gefrieren oder Dampf lagert sich an einem winzigsten gefrorenen Staub- oder Rußteilchen an. Zwischen vier und 20 Grad muss es dafür kalt sein. Ist es kälter wird die Luft zu trocken. Am wahrscheinlichsten ist es, wenn es am Boden Temperaturen um den Gefrierpunkt gibt … es schneit.

Die winzigen gefrorenen Partikel starten ihren Weg durch die Wolken nach unten. Dabei werden sie immer größer, vielfältiger und komplexer weil sich weiterer Wasserdampf anlagert. Anders als gefrorene Regentropfen, die als Hagel vom Hammelfallen, werden die Schneeflocken dadurch „fluffig“. Beim Durchfallen von verschieden unterschiedlich kalten und feuchten Luftschichten bilden sich unterschiedliche aber immer sechseckige kristalline Grundformen aus. Desto stärker die Kristalle verästelt sind, umso schneller können sie gefrieren.

Und: sie fallen seltenste einzeln zu Boden. Es sind meist mehrere Kristalle durch kleinen Wassertropfen miteinander verbunden. Je milder die Witterung ist, desto leichter entstehen dicke und auch feuchtere Flocken. Ist es sehr kalt, fällt sogenannter „Diamantschnee“, kleine und feine Kristalle. Auch Pulverschnee ist ein lockerer und relativ trockener Schnee, der nur bei kälterem Wetter entstehen kann.

Sind die Flocken auf dem Boden angekommen, beginnt die Metamorphose, die Wandlung des Schnees. Unter dem Einfluss von Temperaturänderungen durch Sonne, Wind und weiteren Niederschlägen wird aus dem Neuschnee langsam der grobe Altschnee oder Schneeharsch. Dabei verdichtet sich er sich um mehr als das dreifache. Überdauert der Schnee wie in den Alpen den Sommer wird daraus Firn, was soviel wie Altschnee bedeutet. Nach mehreren Jahren entsteht grün-bläuliches Gletschereis. Die zarten Flocken haben sich auf das zehnfache verdichtet.

Am Ende bleibt die Faszination … weiße Flöckchen für Kinder, Romantiker oder Wintersportler, je nachdem in welchem Stadium sie sich gerade befinden. Wir freuen uns über die frisch und bisweilen tief verschneiten Wälder rund um den Ringelfelsen (Rinnlstein) und ganz Bad Neualbenreuth – die Faszination des Schneewaldes, der in einem winzigen Wassertröpfchen seinen Ursprung hat.

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